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  Depression nach der Geburt
 

Die biochemische Struktur ist nach der Geburt eines Kindes massiven Veränderungen und Belastungen unterworfen.
Wenn weitere belastende Faktoren dazukommen - ganz gleich, ob es sich um psychischen Stress oder äußere Schwierigkeiten mit der Veränderung des Lebensstils handelt ( Beziehungsprobleme, Erwartungen, die wir an uns selbst als Mütter richten)- kann das zu einem zeitweiligen Zusammenbruch führen.
Die Persönlichkeitsstrukturen, die wir an uns selbst kennen, scheinen sich fast über Nacht aufgelöst zu haben.
Selbst wenn wir vorher keine Erfahrungen mit heftigen Stimmungswechseln oder Depressionen hatten, können wir ihnen nach einer Geburt ausgesetzt sein.

Die postpartale Depression manifestiert sich meist 10 - 12 Wochen nach der Geburt.
Die Symptomatik unterscheidet sich nicht grundlegend von einer Depression zu jedem anderen Zeitpunkt, außer, dass Symptome auftreten, die auf das Baby bezogen sind.
Die betroffenen Frauen können unter Angst leiden, das Baby zu verletzen, oder es nicht gut genug zu versorgen, oder es kann an Interesse am Baby mangeln.
Die Angst, dem Baby etwas anzutun, ist häufig und steigert sich manchmal zu Zwangsgedanken, unter denen die betroffenen Mütter enorm leiden.

Wenn eine Frau an einer postpartalen Depression leidet, wird sie üblicherweise einige dieser angeführten Symptome zeigen
Tage in guter Stimmung wechseln mit solchen, an denen sie unter den folgenden Symptomen leidet:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Traurigkeit, Depression und Hoffnungslosigkeit
  • Appetit und Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwäche, Verwirrtheit
  • Gedächtnisstörungen
  • Übertriebene Ängstlichkeit das Baby betreffend
  • Unkontrollierbares Weinen, Reizbarkeit
  • Mangel an Interesse für das Baby
  • Schuldgefühle, Gefühle der Minderwertigkeit
  • Angst das Baby zu verletzen
  • Angst sich selber zu verletzen
  • Übertriebene Stimmungsschwankungen
  • Mangelndes Interesse an Sex

Kontaktadressen:

Dr. Claudia Klier
Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapeutin
AKH Psychiatrie
Ordination: 1170 Wien, Hernalser Hauptstrasse 15/19
Telefon: 0699-10103344

Selbsthilfegruppe
F.E.M. Gesundheitszentrum
1180 Wien, Bastiengasse 36 - 38
Telefon: 01-47615-5771

Dr. Maria Weissenböck
Klinische Psychologin, Psychotherapeutin, Mitarbeiterin des F.E.M.
Praxis: 1190 Wien, Gatterburggasse 7/2
Telefon: 0676-5592006

Empfehlenswerte Literatur:
" Eigentlich sollte ich glücklich sein"
Hilfe und Selbsthilfe für überforderte Mütter
Carol Dix
erschienen im Kreuz Verlag

   
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